Wenn das Leben außergewöhnlich ist
Die durch den Lockdown auferlegte soziale Distanzierung hat Dynamo dazu bewogen, innovative Wege zu erkunden, um die Vorteile der Erlebnisterapie auch für vulnerable Personengruppen zugänglich zu machen, die zuvor noch nie im Camp zu Gast waren. Denn mit einer lösungsorientierten Herangehensweise können sich selbst aus einer Notsituation neue Chancen ergeben.
Oft hemmt die Gewohnheit unsere Fähigkeit, die Außergewöhnlichkeit des Lebens wahrzunehmen und zu schätzen. Doch ebenso oft spornt uns eine besonders negative oder dringliche Situation dazu an, das Beste aus uns herauszuholen und sie in Chancen zu verwandeln, die wir zuvor nie in Betracht gezogen hätten. Genau das ist auch Dynamo während der Covid-19-Krise passiert, als es in den ersten beiden Sommermonaten nicht möglich war, Kinder mit schweren oder chronischen Erkrankungen aufzunehmen. Es wäre jedoch eine große Verschwendung gewesen, das Campus für so viele Monate stillzulegen und sein volles Potenzial ungenutzt zu lassen.

«Das ist uns gelungen, weil wir Dynamo mehr denn je waren, selbst wenn uns eine Maske das Lächeln verbarg», fügt Valentina Bestetti hinzu, die seit 2015 Teil des Teams ist. Doch in dieser Zeit hatte Dynamo auch an seine Camper gedacht. Während des Lockdowns wurde Kindern und Familien das Programm #ACasaComeADynamo angeboten, das für alle über das Internet zugänglich war und hauptsächlich auf Facebook und YouTube entwickelt wurde. Die Aktivitäten verlagerten sich online, um die Fantasievolleren dazu einzuladen, an einem neuen Campus-Erlebnis teilzunehmen, Musikinstrumente zu bauen, Rap-Songs zu komponieren, Rasseln zu gestalten und vieles mehr. Zu Ostern konnten die Familien, die eigentlich im Campus erwartet wurden, stattdessen eine personalisierte, vom Team geleitete Sitzung aus der Ferne absolvieren. Eine neue Gelegenheit für die «Dynamo-Methode», ihre besondere Widerstandskraft unter Beweis zu stellen. Doch der lang ersehnte Moment, Kinder und Familien wieder im Campus begrüßen zu können, kam erst im Hochsommer: Nach den Straordynarie-Sitzungen im Juni und Juli öffneten sich am 9. August wieder die Türen für Kinder und ihre Familien mit den gewohnten Familienprogrammen, die den Campus mit ihrer Begeisterung wieder erfüllten.
Quelle: DYBC MAGAZINE